Die Reise der Achtsamkeit beginnt: Schwangerschaft

Willkommen beim Nachdenken über dein achtsames Elternsein!

JA! Wenn Du bereits in oder vor der Schwangerschaft hier zu lesen beginnst, dann freu ich mich schlichtweg mit Dir und Euch, denn: Die Mutter-Kind-Beziehung und auch die Eltern-Kind-Beziehung beginnt wundersamerweise bereits in diesem Stadium und nicht erst, wenn das Baby dann geschlüpft ist. Ich weiß, es ist unglaublich schwierig, sich das adäquat vorzustellen. Es ist kaum zu glauben, dass auch Dein Baby quasi „mithört“. Wie ein kleines, süßes, unschuldiges Spiönchen liegt es in Dir und saugt Deine Lebensatmosphäre auf, auf die es versucht, sich einzustellen. Noch vorbewusst. Klar, diese kleinen Wesen werden Jahre dafür brauchen, selbstständig lebensfähig zu werden. Doch sie sind von der ersten Minute an darauf ausgerichtet, sich einzustellen. Den rauen oder sanften Wind in ihrem Leben – sprich, in ihrer Familie – einzuschätzen und ihre Entwicklung darauf abzustimmen. In gewisser Weise werden sie bei aller anfänglichen Hilflosigkeit dem Leben nie schutzlos ausgeliefert sein. Ihr von Beginn an existenter Lebenswille und unbändigbarer Lebensimpuls hilft ihnen, unter allen Bedingungen überleben zu können und zu wollen. Schließlich haben sie sich für dieses Leben entschieden. Damit ihr Leben für sie lebbar ist, egal, wie gut ihre Eltern für sie sorgen, haben Babies Mechanismen angelegt, die sie nutzen können, unter miesen Startbedingungen ebenso wie unter tollen. Das ist eine frohe Botschaft: Kinder bringen viele Puffer und Stoßdämpfer und Toleranzen mit. Und sie bringen von Beginn an Lernfähigkeit mit. Sie selbst sind unendliche Lernfähigkeit. Diese nutzen sie jedoch von Beginn an in erster Linie auf Beziehungsebene und in der Frage „wie sicher kann ich mich fühlen?“. Alles andere, scheinbar wichtige Lernen (von Bewegungen, von Ausscheidung und Nahrungsaufnahme, von Schlafen und Wachen, von Wahrnehmen etc.) läuft IMMER NUR parallel. Parallel wozu bzw. zu was eigentlich? Parallel zum Beziehungslernen zu den nähesten Menschen und zu sich selbst. Ich will damit aufzeigen: Babies lesen von und vor Beginn bereits im „wie leben wir, wie geht es uns, wie können wir uns immer wieder entstressen und entspannen“, weil dies ihre „Gebrauchsanweisung für sich und ihr Leben“ bildet. Babies, die in ihren Müttern lesen „das Leben ist voll schwierig und dennoch kann ich als werdende Mutter Vertrauen und Gelassenheit entwickeln, kann Stress nicht nur scheinbar und mental sondern auch körperlich reduzieren und mich gezielt im Alltag immer wieder entspannen“ kriegen eine andere Botschaft mit als jene, die lesen „das Leben ist bedrohlich, ich fürchte mich in Wirklichkeit vor ganz Vielem im Leben und fühle mich permanent überfordert und nicht unterstützt“.

Das Wichtige: wo auch immer wir als Mütter auf dieser Skala stehen. Es ist ok. Und zugleich ist es wichtig, uns ab der Schwangerschaft auf den Weg machen zu wollen. Äußerlich und innerlich. Weil es unseren Babies nichts oder nur wenig hilft, wenn wir uns nur Äußerlich auf den Weg machen. Die innere Reise ist mindestens genauso wichtig, das könnt ihr mir glauben. Sie ist es, die das Elternsein unglaublich wertvoll macht. Für Dich, dein Kind und alle Menschen rundherum. Ich wünsche eine gelingende und ganz individuelle Reise im Bewusstsein, dass der Weg das Ziel ist und keine Reise ohne Pannen und Unvorhergesehenes verläuft.

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