Klimakrise = Familienklimakrise? Klimawandel = Familienwandel?

Mir ist wichtig, Familien und Pädagogischen Institutionen meine kritischen Anregungen und Infos zu einem bewussten Leben mit Kindern anzubieten. Pädagogisch und jetzt auch in Bezug auf Natur und Klima. Die Welt unserer Kinder kann uns doch nicht „wurscht“ sein, oder?! Sollte sie nicht. Nachdem es wenige „BotschafterInnen“ gibt, die SO über Klima, Natur und Voranschreiten des Klimawandels berichten, dass damit Eltern adressiert sind, möchte ich das hier jetzt ein Stück weit in die Hand nehmen. Ok?

Über Klimathemen nachzudenken, macht Sinn, wenn Du jetzt Mutter oder Vater eines jungen Kindes bist. Denn: Klimathemen werden unser aller Leben voraussichtlich ab 2021-2024 zunehmend mehr beschäftigen!!!

Ja, soviel wissen wir bereits, wenn wir alles, was seriöse WissenschaftlerInnen längst beschreiben – wie ein Puzzle zusammensetzen.

Ich will hier kein Weltuntergangsszenario skizzieren, doch will ich deutlich drauf hinweisen, dass es um dieses Thema geht.

Die Natur hat mit all ihren komplexen und sensiblen Kreisläufen bald einen Toleranzlevel erreicht, ab dem sie uns nicht mehr DIE Lebensgrundlagen und Lebensqualität bieten kann, die wir brauchen und schätzen, um unser Leben halbwegs so weiterleben zu können, wie wir es jetzt leben. Auch, wenn es -zig Menschen geben wird, die sich „Rettungsmaßnahmen“ ausdenken werden, wird dann quasi „kosmetische Wundversorgung“ betrieben werden (und darin sind wir Menschen wirklich gut!), doch Heilung der zerstörten Natur und Erdatmosphäre selbst, wird dann nicht mehr möglich sein. Dann geht es darum, mit dem zurechtzukommen, was dann an irreversiblen Zerstörungen des Schutzschildes Atmosphäre da sein wird. Klimaanpassung. Blöderweise betrifft das die gesamte Erdkugel und niemand weiß, wer wo wie reagieren wird… (auf Zerstörung von Lebensraum, auf Überhitzung, auf drastische Wetterkapriolen, auf Unter- und Überschwemmung, auf massive Ernteausfälle und infolgedessen Flüchtlingswellen).
Ein echtes Dilemma, dass hier soviel Uneinschätzbarkeit auf uns zukommt. Und echt traurig für unsere Kinder und unsere schöne, heile, angstfreie, glückliche Zukunft, die wir uns für sie wünschen würden. Woll(t)en wir doch, dass sie in einer ziemlich heilen Welt aufwachsen und sich verwirklichen können…Weil niemand von den ganz Großen und wahrscheinlich auch keine demokratisch gewählte Regierung dieser Welt diese heiße Klimakartoffel in die Hand nehmen kann und (rechtzeitig) nehmen wird (Wiederwahlquoten und Popularität sind drastisch gefährdet, weil es jedenfalls zum downsizing und Verzicht gehen wird), sind WIR gefragt!Echt jetzt! Kaum zu glauben, wo wir uns doch sonst auf so viele Sicherheitsnetze im westlichen Leben verlassen können… Doch: für’s Klimathema gibt’s kein Sicherheitsnetz. Denn: In kapitalistischen Gesellschaften sind Verzicht und Drosselung von Gewinn NICHT (wirklich) denkbar, stimmt’s?!

Politik und Wirtschaft sind – so ist zu befürchten – viel zu eng direkt und indirekt miteinander verwoben, als dass hier wie dort wirkungsvolle Impulse entstehen könnten. Vor allem, jetzt, wo die Not durch Klimakatastrophen noch nicht so arg groß spürbar ist…

Let’s act, not just react. Als verantwortungsvolle Eltern und als verantwortungsvolle PädagogInnen.

Lasst uns einander informieren! Lasst uns einander aufklären und die Infos zukommen, die wir derzeit nicht bzw. zuwenig kriegen, vielleicht, damit keine „Gelbwestenbewegungen in Grün“, kein gesellschaftlicher Aufruhr oder Ähnliches entsteht.

Wisst ihr: it’s time! 

Aus der Klimaforschung wissen wir inzwischen, dass sämtliche deadlines, die die Politik in Sachen Co2-Reduktion anstrebt, zeitlich zu spät bzw. quantitativ zu niedrig gesetzt sind. Tragisch, gell? Es gilt nun, das Unbeherrschbares zu vermeiden und Unvermeidbares zu beherrschen, sich daran anzupassen. Und Beides ist unter dem Stichwort „Klimaresilienz entwickeln“ sehr rasch nötig. Am wirkungsvollsten wäre der Ausstieg aus fossilen Energiequellen, Verkehr und Transport. Dies liegt aber kaum in unserem unmittelbaren Einflussbereich, also könnten wir uns beispielsweise darum kümmern, unser Leben zu entschleunigen, Lokales zu unterstützen und keinem Greenwashing mehr auf den Leim zu gehen.

Oder wir glauben an Wunder…Ich glaube an Aufklärung! Nur wer Bescheid weiß, kann ins Handeln kommen. Schritt für Schritt, klar.

Doch: JEDE Reise beginnt mit dem 1.Schritt.

Lasst uns diese Reise freudvoll und nicht resignativ-pessimistisch tun, dann wird sie für unsere Kinder eine angenehme und selbstverständliche Reise werden, die zum Mitmachen und Dabeiseinwollen einlädt.

Danke für Deine Zeit!

auch spannend zu lesen: Homepage Dr. Thomas Wiesinger (Meteorologe/Klimatologe): https://wiesinger-thomas.wixsite.com/klimawandel/home

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