…die bessere Mutter sein wollen…

Nicht selten kommt es vor, dass wir Mütter, die wir uns auf den Weg bewusster Mutterschaft begeben, dies mit einem gewissen Perfektionismus-Anspruch tun. Wir erkennen, was wir alles falsch machen, falsch gemacht haben und ahnen, dass wir noch Vieles falsch machen werden. Und wir sind streng mit uns. Glauben Sie auch manchmal, dass es Ihrem Kind wirklich nicht gut tut, wenn Sie ihm gegenüber pädagogisch „unwertvoll“ handeln? Ja? Das ist gut so (für Ihr Kind) und gleichzeitig ist es problematisch (für Sie und Ihr Kind). Denn richten sie die Selbstkritik auf bestrafende Weise auf sich selbst, mindern sie ihren Wert als Mutter, sie machen sich selbst „zum kleinen Kind, das gemaßregelt wird“. Das schürt Unzufriedenheit, ein Gefühl von Demütigung, Sich-Schämen und mündet meist in Selbstabwertung. Und in dieser Position führen wir uns meist nicht wirklich wohl. Jeder Mensch greift dann zu anderen Selbsthilfestrategien: ein sich selbst gerichteter Fluch, der Griff zur Schokolade oder anderen Seelentröstern, oder wir wenden uns gleich wieder an unser Kind und wollen – aus schlechtem Gewissen heraus – „jetzt aber besonders gut“ für es da sein. Doch: Das gute-Mutter-Sein aus schlechtem Gewissen…, ist auch wieder nicht ideal. Wir ahnen es selbst. Und, gibt es Schlüssel, Antworten, Lösungen, Rezepte…? Dann bitte her damit!
Naja, ich kann Ihnen hier nur die Anfänge dieser Schlüssel anbieten. Das „read more…“ daran müssten Sie selbst angehen. Ich starte mit einem wertvollen Zitat des Begründers der Humanistischen Gesprächspsychotherapie, Carl Rogers, der sagt: „Es ist ein seltsames Paradox, dass ich mich dann verändern kann, wenn ich mich so akzeptiere, wie ich bin.“ Und ich füge dem hinzu „wertschätzende Selbstakzeptanz“. Mein Inneres nicht in die Negativspirale der Selbstkritik eintreten lassen, sondern meine Emotionen wahrzunehmen, urteilsfrei anzuerkennen, innezuhalten und zu spüren, wie ich in der Gleichwürdigkeit mit mir selbst bleibe und aus dieser Position heraus weitermachen kann. Vielleicht noch mit 3, 4 oder 8 nährenden Atemzügen und dem Spüren der Regungen meines Herzens, wenn ich dabei mein Kind höre oder sehe. Bin ich mit mir in wohlwollender Verbindung, kann ich wohl letztlich „die bessere Mutter“ sein. Eine, die es annimmt, dass das Leben und sie selbst nicht perfekt sein kann. Eine, die darauf vertraut, dass die nächste Situation mit dem eigenen Kind kommen wird, wo das mit der wertschätzenden Akzeptanz tiefer und weiter führen wird, als die Sache mit der zermürbenden Selbstkritik. Ach ja, und hatte ich schon erwähnt, dass es beim Elternsein wirklich nicht um perfekt-Sein geht…? Ich wünsche eine spannende Reise!!!

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